Auf der L 670 in Richtung Gustedt befindet sich rechts hinter der Glückaufhalle der aufgelassene Steinbruch. Aufgeschlossen sind hier die steilgestellten Ablagerungen der Unteren Muschelkalkzeit. Die Schichtfolge reicht vom Dolomit an der Grenze zu den Ablagerungen der Oberen Buntsandsteinzeit über Oolithbänke und Wellen-, Schaum- und Gelbkalk bis zur Terebratelbank im Hangenden. Zur Unteren Muschelkalkzeit drang das Meer von Süden in das Germanische Becken ein. Das flache Meer bedeckte weite Teile Mitteleuropas. Durch die Unterbrechung der Verbindung zum offenen Ozean veränderte sich der Salzgehalt dieses warmen Binnenmeeres und nur wenige Tier- und Pflanzenarten konnten überleben. Die angepassten Arten entwickelten sich aber in großer Zahl, so z.B. der Brachiopode Terebratula, deren Schalenablagerungen ganze Bänke bildeten.